Wie klein kann man sein? – Ein Rückblick auf die ersten 12 Wochen

Juli 13, 2017 0

Neulich habe ich es euch bereits offenbart: In mir wächst ein kleines Leben. Wow, das klingt immer noch ziemlich abgefahren. Die kritischen Wochen sind nun vorbei und es ist Zeit für einen kleinen Rückblick.

Richtig kombiniert. Ich habe euch schon vor Ablauf der zwölf Wochen von der kleinen Rakete berichtet. Nachdem ich ca. zwanzig mal nach der Frage „Wann erzähle ich von meiner Schwangerschaft“ gegoogelt habe, kam ich zum Entschluss, dass es gegen meine Natur wäre, es für mich zu behalten. Ehrlich: Als hätte ich es vor meinen Freunden verheimlichen können, wenn ich von heute auf morgen Nichtraucher bin und das Sektchen auf dem Balkon in lauen Frühsommernächten dankend ablehne. Meine Freunde sind ja nicht blöd.

Auf Arbeit wussten auch alle bei Zeiten bescheid, da es in meinem Fall um unsere Gesundheit ging. Und die hatte ab Tag eins bei mir oberste Priorität.

Wenn es Freunde, Familie & Arbeitskollegen schon wissen, kann ich auch mit der Welt meine Freude teilen. Das ist übrigens ein ganz wunderbares Gefühl.

Ganz und gar nicht wunderbar war für mich die körperliche Reaktion auf die kleine Sensation. Die Übelkeit erschlug mich und fesselte mich quasi am Kühlschrank. Während des Essens blieb nämlich die Party in der Magengegend aus. (Super Kreislauf – danke dafür.) Getrocknete Mangostücke haben übrigens super geholfen! Zum Glück zog sich diese Phase so extrem nur über die 6. – 9. Woche.

Als viel belastenderen Begleiter zeigte sich jedoch mein neuer schlimmster Feind: Die Müdigkeit. Ich bin ja sowieso schon ein durchaus schlechter Schläfer. Fünf Stunden schlafen am Stück kenne ich eigentlich gar nicht. Aber das, was in diesen Wochen passiert ist, übertrifft alles bisher dagewesene. Hilfe, hab‘ ich mich gequält.  Mittlerweile sehe ich das positiv und als super Vorbereitung für die nächsten Jahre. #trainingistalles

Grundsätzlich verließ ich unausgeschlafen das Bett, konnte maximal zwei Stunden am Stück Dinge erledigen bevor ich wieder magisch in die Horizontale gezogen wurde und mich ausruhen musste. Wer mich kennt, weiss dass Ruhe für mich ganz schwer zu akzeptieren ist. Zwischendurch jagte mich der Heißhunger auf Pfirsiche oder Erdbeeren mit Joghurt und/oder Kakao. Ich empfinde das als durchaus tolles Schwangerschaft-Gelüst. Es hätte mich schlimmer treffen können.

Aber mal ehrlich. Sobald man beim Ultraschall liegt, das Herzchen in Geschwindigkeit eines galoppierenden Pferdes schlagen und das kleine Wesen im eigenen Bauch tanzen sieht ist doch sowieso jegliches kleine Wehwehchen egal. Ich stehe das schon durch.

Tja und nun? – Nun drehen sich seit Wochen die Gedanken um den kleinen Mensch in mir. Ich lese ständig im Mami-Buch und in der App, um up-to-date zu bleiben und zu wissen, welche Entwicklungen wir gerade durchmachen.

Die erste große Mauer aus Angst haben wir gemeinsam zerschlagen… und mit jedem Strampler der in unsere Wohnung einzieht und mit jedem verlegenen Blick auf mich angrinsende Babys freue ich mich mehr auf unsere kleine Kiwi.

 


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